/ Events

Teamarbeit ist wie puzzeln

An der Retraite befasste sich das Leitungsteam von FCTchurch mit verschiedenen Persönlichkeitstypen. Reini Kiener war Gastreferent und gab eine Einführung in den Persönlichkeitstest von GPI®.

Die alten Gebäude strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Die Kartause Ittingen ist ein geeigneter Ort, um sich zurückzuziehen, abzuschalten, innezuhalten und zu reflektieren.
Auch dieses Jahr traf sich die Leitung der Kirche FCTchurch in den Räumen des alten Klosters für die Retraite.

Nach einem gemütlichen Abendessen am Freitag wurde am Samstag gearbeitet. Aber nicht nur an diesem Tag wurde gearbeitet - bereits im Vorfeld hatten sich die Mitglieder der Gemeindeleitung auf die Retraite vorbereitet:
Das Gemeindeleiter-Ehepaar Joanna und Emanuel Hunziker hatte allen eine Lektüre mit dem Titel "Ich bin mein eigener Coach" von Urs Bärtschi geschenkt. Das dünne Buch sollte bis zur Retraite gelesen und der dazugehörende GPI®-Test ausgefüllt werden.
GPI® ist ein Persönlichkeitstest der Coachingplus GmbH, die eine Coaching Ausbildung anbietet.

Anhand des GPI-Tests lässt sich die Grundrichtung der Persönlichkeit bestimmen. Der Test arbeitet mit den vier Grundrichtungen "Konsequent", "Geschäftig", "Freundlich", "Gemütlich". Diese Grundrichtungen mit ihren Stärken, ihrem Entwicklungspotential, und weitere Themen werden in dem Buch "Ich bin mein eigener Coach" beleuchtet.
Auf der Webseite von Coachingplus liest man über den Test:

Der Persönlichkeitstest hat sich zum Ziel gesetzt, dass man mit seiner Hilfe Stärken und Entwicklungschancen der eigenen Persönlichkeit entdecken kann. Der Test eignet sich dort, wo Persönlichkeit gefragt ist, etwa bei der Teamanalyse.

gltretraite19_1-34
Teamarbeit wird praktisch geübt.

Teamanalyse, Teamentwicklung, Teamförderung - das sind Joanna und Emanuel Hunziker grosse Anliegen. Denn Teams sind für die Leitung von FCTchurch essentiell. Jeder der fünf Standorte wird von einem Team geleitet, das sich erst in den letzten ein bis zwei Jahren formiert hat. Jedes Team wiederum wird durch ein Standortleiter-Ehepaar geleitet, das die Hauptverantwortung für den Standort trägt. In Romanshorn bildet ein Dreierteam die Standortleitung. Die Standortleiterteams mit ihren Hauptverantwortlichen sind die lokale Leiterschaft vor Ort. Die Gesamtleitung von FCTchurch besteht aus diesen fünf lokalen Teams, unter der Leitung von dem Pastorenehepaar Emanuel und Joanna Hunziker. An der Retraite ist nun die gesamte Leitung zusammengekommen.

gltretraite19_1-46
Das Standortleiterteam von Tägerwilen

Teamarbeit ist eine Idee Gottes und damit beschäftigte sich die Gemeindeleitung an der Retraite - doch nicht nur. Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Beziehungspflege und Gemeinschaft, was von allen sehr geschätzt wurde. Die Gespräche waren fröhlich und herzlich, man erlebte eine grosse Verbundenheit und gegenseitige Wertschätzung. Am Samstagmorgen widmete sich die Gemeindeleitung dem Thema Finanzen und dem Umgang damit. Auch persönliche Worte der Leiterehepaare Joanna und Emanuel Hunziker sowie dem Senioren-Pastorenehepaar Heiner und Chris Merk hatten Platz. Heiner Merk zeigte auf, was sich in den anderen FCT-Bereichen am Tun ist, für die er noch bis Ende 2019 die Verantwortung trägt.

gltretraite19_1-13
Auch persönliche Worte von Joanna Hunziker-Merk haben Platz.

Kurz vor dem Mittag stiess dann Referent Reini Kiener dazu.
Reini Kiener ist diplomierter Coach SCA, sowie Betrieblicher Mentor mit eidg. FA und bietet in der "Praxis Mittelpunkt" Supervision, Einzel- und Teamcoaching an. Er war 24 Jahre als Pastor tätig und hat viel Erfahrung im Umgang mit Gemeindeleitungsteams.

gltretraite19_1-21
Referent Reini Kiener

Reini Kiener gab eine kurze Einführung in die Thematik und zeigte auf, dass Persönlichkeit einfach ein Puzzleteil ist im Leben mit Gott und als Leiter. Da spielen Berufung, Gaben, Leidenschaft, der persönliche Stil und die aktuelle Verfügbarkeit eine Rolle und eben die Persönlichkeit. Das war für dieses Jahr der Schwerpunkt des Tages. Vor dem Mittagessen wurde jedem seine persönliche Auswertung des GPI-Tests ausgehändigt. Die Atmosphäre war gespannt, Resultate wurden ausgetauscht, es gab einige Aha-Erlebnisse und amüsierte Gesichter.

Im Verlauf des Nachmittags war jeder aufgefordert, sich mit seinem eigenen Persönlichkeitsprofil auseinanderzusetzen und es wurde rege ausgetauscht. Auch in den Pausen fanden die spannenden Gespräche eine Fortsetzung.

gltretraite19_1-9
Irene Haltmeier und Romina Hunziker im Gespräch über den GPI.

Katrin Carrel leitet gemeinsam mit ihrem Ehemann den Standort Effretikon. "Wir waren aufgefordert zu entdecken, wie wir ticken", erzählte sie rückblickend. "Es hat mir geholfen, meine Mitmenschen in ihrer Andersartigkeit besser zu verstehen und zu schätzen."

Auch für Josua Hunziker vom Standortteam Tägerwilen war die Retraite gewinnbringend. "Ich schätze die Gemeinschaft und Zeit für ausgiebige Gespräche mit Leuten, die ich sonst nicht so oft sehe", sagte er. "Weil wir fünf Standorte haben, uns aber lokal stark investieren, ist es wertvoll, mit den Leitern von den anderen Standorten zusammen zu sein."
Am GPI Test gefiel ihm, wie er die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen zum Ausdruck bringt und so etwas von Gottes schöpferischem und kreativem Wesen ausdrückt.

Es stellte sich im Verlauf des Tages heraus, dass man Teamarbeit mit puzzeln vergleichen kann. Wenn jeder am richtigen Ort im Team seine Stärken einsetzt und sich in seinen Schwächen ergänzen lässt, führt die Zusammenarbeit zum Erfolg.

gltretraite19_1-11
Irene Fomasi hört aufmerksam zu.

Joanna und Emanuel Hunziker waren berührt davon, wie engagiert die Leiter gearbeitet haben, sich mit sich selber auseinandergesetzt haben. Joanna Hunziker-Merk sagte: "Es brauchte etwas Mut, diesen GPI mit der ganzen Leiterschaft durchzuführen und wir wussten nicht, wie sich die Einzelnen darauf einlassen würden. Umso mehr waren wir berührt und erfreut, wie gross die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst und die Offenheit darin an diesem Tag erlebbar war. Die Zusammenarbeit als Team ist nicht immer einfach und wir wollten die Leiter in diesem Prozess unterstützen. Am GPI gefällt mir, dass er die Persönlichkeiten und das Verhalten in Alltagssituationen beleuchtet und uns eine Sprache dazu gibt. Nicht immer lässt sich die Reaktion des Gegenübers einordnen oder in Worte fassen, nun haben wir eine gemeinsame Sprache, Dinge zu benennen. Der GPI fördert das gegenseitige Verständnis, es kommt Entspannung in den Teamprozess."

Nun gilt es, in den lokalen Leitungsteams an jedem FCTchurch Standort damit weiterzuarbeiten und das Jahr in Angriff zu nehmen.

Teamarbeit ist wie puzzeln
Teilen

Abonniere den fct blog