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Gemeinschaft pflegen bis ins hohe Alter

Walter Fuhrer hätte einige Gründe, sich einsam zu fühlen. Die Seniorennachmittage sind für ihn ein Ort, wo er Gemeinschaft und Zugehörigkeit erlebt.

Einsamkeit ist im Alter ein grosses Thema. Das Schweizer Fernsehen brachte eine Dokumentarsendung dazu. "Wege aus der Einsamkeit im Alter", lautet der Titel der Sendung. "Rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung über 65 fühlt sich «manchmal» bis «sehr häufig» einsam", ist in einem Artikel des Magazins "Beobachter" zu lesen.

Privatchauffeur statt Führerschein

Walter Fuhrer hätte einige Gründe, sich einsam zu fühlen. Vor einem Jahr musste er seinen Wohnort wechseln, um mit seiner Frau Erna in eine Alterswohnung zu ziehen. Seit diesem Zeitpunkt fährt er nicht mehr Auto. Doch Walter fühlt sich nicht einsam oder isoliert. "Dank FCTchurch habe ich Menschen, mit denen ich eine tiefe Gemeinschaft leben kann", erzählt Walter. "Kurz nachdem ich meinen Führerschein abgegeben habe, hat sich mir Traugott Kast von FCTchurch als Privatchauffeur zur Verfügung gestellt", schwärmt er.

Traugott und Walter sehen sich regelmässig an den Seniorennachmittagen von FCTchurch. Dort gibt es jeweils einen Input zu einem biblischen Thema. Gemeinsames Singen - Gott anbeten - gehört dazu, sowie Gemeinschaft und Austausch bei Kaffee und Kuchen.
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Ein Teil vom Ganzen

Walter Fuhrer ist an den Nachmittagen für die Technik zuständig, bedient Computer und Beamer selbständig.

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"Die Seniorennachmittage sind ein wichtiger Teil der Gemeinschaft", sagt Walter. "Wir fühlen uns als Teil vom Ganzen, fühlen uns dazugehörig. Wir tragen einander in allen Herausforderungen, sprechen über körperliche Limitationen und beten füreinander." Walter hat Mühe mit seinen Augen. Doris Stäheli, die ihm beim Kaffee gegenübersitzt, kann ihm gut nachfühlen. Sie musste sich deswegen einer Augenoperation unterziehen.

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Gastreferent vom Hilfswerk Open Doors

An diesem Nachmittag diskutieren die Senioren beim Kaffee angeregt über die Verfolgung von Christen. Ein Gastredner hat zuvor ein Referat über die zunehmende Verfolgung in Indien gehalten. "Die einzelnen Situationen der Menschen haben mich sehr beeindruckt", resümiert Hans Bipp nach dem Referat. "Vor allem der eine Pastor, der von mehreren Männern zusammengeschlagen wurde. Er hat auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet. Einige Zeit später hat er erfahren, dass sich die Täter stark verändert haben, von Verfolgern zu Gläubigen wurden und selbst anderen Menschen vom Glauben an Gott erzählen." Der Gastreferent, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden darf, arbeitet bei der Hilfsorganisation Open Doors.

Gemeinsames Musizieren und Gemeinschaft sind unverzichtbar

FCTchurch führt regelmässig standortübergreifende Seniorennachmittage durch. Standortübergreifend bedeutet, dass sich die Senioren von mehreren Standorten von FCTchurch an einem Ort treffen, um gemeinsam einen Nachmittag zu verbringen. Hanni Schneiter leitet die Treffen. "Die Senioren sind bei den Inputs immer sehr aufmerksam und sie lieben das gemeinsame Muszieren und natürlich die wertvolle Gemeinschaft - ein unverzichtbarer Teil an diesen Nachmittagen."

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Ursi Gasser

Ursi Gasser

Frau, Ehefrau, Familienfrau, Pflegefachfrau mit Weiterbildung auf Intensivpflege, freischaffende Journalistin

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