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Ein Paket voller Auszeit, Erfrischung und Stärkung

FCTchurch hat zum ersten Mal eine «School Of the Prophets» durchgeführt. Ein Erlebnisbericht von Yves Carrel.

Fotos: Daniel Gerzner

Das Montafon (A), wo unsere «School Of the Prophets» 2019 stattfindet, überrascht Fredi Fomasi und mich zunächst mit drei Dingen: Mit einem Plattfuss auf der Autobahn (wo sind bloss Schutzwesten, Reserverad, Wagenheber in diesem Auto?), 30% tieferen Dieselpreisen (wo war mein Verstand, als ich vor der Grenze noch meinen Tank vollgemacht habe?) und weitgehend geschlossenen Cafés und Backstuben (wo sind sie alle?).

Trotz allem treffen wir pünktlich im Hotel ein, beziehen unser Mehrbettzimmer und klären als klar strukturierte Männerschaft die wichtigsten Fragen unseres für die nächsten Tage eingeschränkten Zusammenlebens: Wer duscht wann? (öh - mal sehen - duschen?) Wer schnarcht? (vielleicht - kann sein - Schnarchen?) Wer schliesst das Zimmer ab? (niemand...).

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«Ich wünsche mir einen Aufbruch»

FCTchurch hat zum ersten Mal ein dreitägiges Bibelseminar auf Deutsch durchgeführt. Mehr als 60 Teilnehmer aus FCTchurch und der Kirche «Offenes Haus» in Bischofszell haben sich für drei Tage im Montafon getroffen, um Referate zu biblischen Themen zu hören, Zeit in Gottes Gegenwart zu verbringen und Gott persönlich zu begegnen.

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Der Englische Name des Seminars, «School of the Prophets» (SOP) bedeutet auf Deutsch «Prophetenschule». Der Name ist einer Begebenheit aus der Bibel entnommen, wo sich Männer zur Zeit des Alten Testaments über längere Zeit intensiv mit einem Propheten trafen, um von ihm und seiner Beziehung mit Gott zu lernen. Das Seminar ist offen für jeden, der sich vertieft mit der Beziehung zu Gott und der Bibel auseinandersetzen möchte.

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Beim ersten Abendessen frage ich ein bisschen herum, welche Erwartungen an die kommenden Tage gestellt werden. Hier ein paar Aussagen: «Ich wünsche mir einen Aufbruch in das Neue hinein, das Gott bereit hält.» «Mich interessieren die Geistesgaben und deren Anwendung.» «Eine SOP so nah und erst noch auf Deutsch, da wollte ich hin.» «Die letzte SOP in Malaysia ist schon eine Weile her, ich brauche wieder einmal eine intensive und exklusive Zeit mit Jesus.»

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Wohin geht die Reise?

Zu Beginn der ersten Session formulieren die Referenten Emanuel Hunziker, Heiner Merk und Gordon Merk dann auch ihre Erwartungen und Schwerpunkte für die kommenden Tage. Schon länger war klar, dass Gordon uns vertieft in das Thema Prophetie und Geistesgaben mitnehmen würde, nicht nur in Lehre, sondern auch in Erfahrung und Anwendung.

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Emanuel hat empfunden, das Thema Identität zu verdichten. Heiner will auf das Verhältnis Vaterschaft respektive Tochter- und Sohnschaft fokussieren. Alle drei betonen, dabei flexibel darauf einzugehen, wie der Heilige Geist durch diese Zeit führen wird. Sie ermutigen die Teilnehmer, proaktiv viel von Gott zu erwarten und sich über sein Wort, die Bibel, zu freuen, gemäss einem Satz aus Psalm 119, Vers 25: «Belebe mich, Gott, wie du es versprochen hast.» Weil es noch nicht spät ist, treffen sich nach dem ersten Input viele unten an der Bar und freuen sich mit einem Schlummertrunk über die freie Zeit und herzliche Gemeinschaft.

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Eine neue Art der Identität

Der Donnerstag morgen startet mit einer Zeit der Anbetung. Emanuel spricht anschliessend über das Thema Identität anhand der Bibelstelle aus 2.Kor. 5,17 – ha, mein Lieblingskapitel: «Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.» Dann lernen wir, was eine Identität ist, womit sie geprägt wird, und wo Konfrontationen entstehen. Emanuel erklärt verschiedene Arten von Identität.

  • Die traditionelle Identität: Wer du bist und wann du genügst, wird von aussen bestimmt, es geht um Pflichterfüllung
  • Die moderne Identität: Bestimmung von innen, aus dir selbst, du musst deine Achtung und dein Selbst selber bestimmen, es geht um Lustbefriedigung

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Beide Identitäten haben ihre Stärken und Schwächen. Der Hammer aber ist: Mit Jesus eröffnet sich eine dritte Möglichkeit: Eine Evangeliums-Identität! Das bedeutet, dass wir Jesus bestimmen lassen, was uns ausmacht. Selbstwert und Selbstbewusstsein werden darauf gebaut, was er für uns getan hat und was er über uns denkt! Eindrücklich wird mir der Wechsel von der einen zur anderen Identität bewusst und was für Auswirkungen es auf mein Leben hat.

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Gott persönlich begegnet

Auch die Referate von Heiner Merk und Gordon Merk bewegen mich und geben mir eine neue Sicht von Gott.
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Ich kann Gott persönlich begegnen, mit ihm sprechen. Während einer Zeit der Anbetung ringe ich mit mir, Gott so ganz offen meine Schwierigkeiten zu sagen, schliesslich muss ich sie dann auch vor mir selber so richtig anerkennen. Es ist mir aber klar, dass es keinen Sinn macht, ihm etwas vorenthalten zu wollen und vertraue ihm meine Not an. Sofort höre ich seine Stimme: «Na bitte, war das jetzt so schwierig?» Und alles ist gut, alles ist heiter, ich weiss, Gott ist nicht sauer! Ich bin dankbar für unsere Leiter, die ebenfalls einfach der Leitung des Heiligen Geistes vertrauen müssen und mutig darin dienen!

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Zwischen den Zeilen und Meetings

In einem angenehmen Gleichgewicht befindet sich auch der Zeitplan des Seminars: Rund um die Mahlzeiten ist genug Raum für Ruhe und Gespräche, am Nachmittag geht es erst wieder um 16 Uhr los, zwischen den Morgensessions gibt es eine Kaffeepause. Gelegenheit um das Erlebte zu verdauen und frisch erholt wieder voll da zu sein für das Kommende. Als am Samstagnachmittag Feedbacks zur SOP geteilt werden, hört man immer wieder, wie Gott auch in diesen Zwischenzeiten stark gewirkt hat, nicht nur im persönlichen Gebet mit ihm, sondern auch in der Gemeinschaft und dem Austausch mit den anderen Teilnehmern!

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Das Paket im Rückblick

Die SOP war eine nötige Auszeit, Erfrischung, Stärkung, Segen rundum. Das ganze Paket! Die Erlebnisberichte legen davon ein eindrückliches Zeugnis ab. Teilnehmer aus der Kirche in Bischofszell wurden ebenfalls stark ermutigt. Und – worauf Heiner am Schluss hinweist: Auch das Referenten-Team war eine starke Einheit und speziell für Emanuel und Gordon wird Gott weitere Türen öffnen, wo sie so stark zusammen dienen werden. Wir freuen uns darauf und auf eine SOP 2020!

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Ein Paket voller Auszeit, Erfrischung und Stärkung
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