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Von Riesen und Knochen

FCTchurch versammelte sich am 22. Februar 2020 zum Vision Day. Der Tag inspirierte Glauben und Mut und erfrischte die Sicht für die Zukunft unserer Kirche.

"Wenn du Grösseres erleben willst, musst du ein grösseres Bild malen in deinem Herzen."

Mit diesen Worten eröffnete der Gastreferent Friedhelm Holthuis aus Wuppertal sein Referat über Glauben. Das innere Bild, nennt man auch Vision und um Vision ging es an diesem Samstag in Tägerwilen. Es ging um unsere Sicht für die Zukunft. Die Zukunft der Kirche FCTchurch, jedes einzelnen Standortes, jedes einzelnen Mitglieds der Kirche. Und es ging um unsere Sicht für die Menschen, die in der Zukunft zu FCTchurch hinzukommen werden.

Pastor Friedhelm Holthuis referiert packend. Foto by Lukas Gasser

Friedhelm Holthuis, Hauptpastor einer Kirche mit mehreren Standorten, sprach mit viel Humor und Tiefgang über Riesen und Knochen. Riesen - ein Bild für grosse Herausforderungen - und Knochen - ein Bild für Zusagen Gottes. Knochen sollen ein Bild für Gottes Zusagen sein? Ja, denn es ging nicht um irgendwelche Knochen, sondern um jene Josefs, der in Ägypten starb. Gott hatte seinem Urgrossvater Abraham ein Versprechen gegeben:

"Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land, vom Strom Ägyptens bis an den Eurphrat..." 1.Mose 15.18

Josefs Glaube an die Erfüllung dieser Zusage war so stark, dass er auf dem Sterbebett darüber sprach und seinen Nachkommen den Auftrag gab, seine Knochen mitzunehmen, wenn sie aus Ägypten ausziehen würden.

Josef sagte zu seinen Brüdern: "Ich muss sterben, aber Gott wird euch nicht vergessen. Er wird euch aus diesem Land wieder in das Land bringen, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat." Dann liess Josef die Söhne Israels schwören: "Wenn Gott sich euer annimmt, dann nehmt meine Gebeine von hier mit!" 1.Mose 50.24-25

Es dauerte nochmals über 300 Jahre, doch dann geschah, was Gott verheissen hatte und die Knochen von Josef reisten tatsächlich mit (Josua 24.32). Sie zeugten während der langen beschwerlichen Reise von Josefs Glauben an Gottes Verheissung.

Friedhelm stellte uns die Frage, was in unserem Leben lauter spricht? Riesen oder Knochen? Ist es die Angst vor Widerständen und Herausforderungen oder der Glaube an Gottes Verheissungen? In Gruppen sprachen Menschen vom selben Standort über solche Knochen - Zusagen, die Gott schon gegeben hat - die an ihrem Standort wieder ergriffen und vielleicht sogar wieder ausgebuddelt werden müssen.

Angeregte Gespräche unter den Teilnehmern finden statt. Foto by Lukas Gasser

"Für uns war es ein essentielles Wochenende, das vieles bestätigt hat, was Gott in der Vergangenheit gesprochen hat. Ich bin sehr dankbar für alles, was Gott schon in uns als Kirche gewirkt hat und für das, was Gott durch Friedhelm und Elke Holthuis zu uns sprach und ich schaue mutig vorwärts", sagt Emanuel Hunziker, Pastor von FCTchurch, rückblickend. Er ist bereits die zweite Generation nach Pastor Heiner Merk und auch er trägt zusammen mit seiner Frau Joanna den Glauben an die Zusagen, die Gott seinem Vorgänger gab, weiter. Auch Gordon Merk, Missionar der FCTchurch in Bulgarien, ist ermutigt über die bestätigenden Worte und schätzt, dass die Gastredner aus Deutschland sind und den Gemeindebau in einen europäischen Kontext setzen können.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es zwei weitere Referate und auch Elke Holthuis sprach wegweisende Worte wie wir Widerständen entgegen treten und als Überwinder leben können. In erfrischenden Zeiten des Gebets und der Anbetung wurde der Inhalt der Referate vertieft und konnten persönliche Entscheidungen getroffen werden. Angeregte Gespräche gab es in den Pausen und die tiefen Beziehungen unter den FCTchurch Mitgliedern waren auch für die Gastredner spürbar.

In Zeiten des Gebets und der Anbetung kann jeder Gott begegnen. Foto Daniel Gerzner

Helena Kreis ist nach diesem Tag für den Standort Romanshorn und FCTchurch als Ganzes neu ermutigt. Ermutigt an das, was Gott verheissen hat zu glauben und nicht aufzuzählen, warum es nicht geht. Auch Lee Büchi aus Münchwilen ist entschlossen, die Vision, die bereits da ist neu zu ergreifen und in der lokalen Leiterschaft vermehrt zu thematisieren.

Der Vision Day wurde am darauf folgenden Sonntag mit einem gemeinsamen Gottesdienst der 5 Standorte von FCTchurch abgerundet. Elke Holthuis predigte nochmals leidenschaftlich und legte uns ans Herz mit einem Lebensstil der Wertschätzung, Annahme und Vergebung einander zu helfen alte Prägungen und Muster abzulegen. Sie betonte auch, dass wir uns bereit machen sollen für die Menschen, die dazukommen werden. "Denn kommen werden sie", sprach sie uns glaubensvoll zu.

Elke Holthuis predigt am Sonntag leidenschaftlich über Freiheit. Foto by Daniel Gerzner
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